
Wie nur wenige andere kennt Ingo Hartung das Bargteheider Moor, dessen Flora und Fauna. Die Pflanzen- und Tierwelt hat Hartung jahrzehntelang beobachtet, beschrieben, fotografiert. Das Ergebnis ist auf 125 Seiten und in 127 Abbildungen festgehalten. Ihn beschäftigt dabei auch die Frage, wie das Moor als CO2-Speicher für den Klimaschutz genutzt werden kann, wie effektiver Moorschutz und die Wiederherstellung der teils trocken gelegten Flächen betrieben werden könnte.
Darüber sprach Hartung auch auf Einladung der Bargteheider Grünen beim Neujahrsspaziergang durch das Bargteheider Moor Anfang Januar 2020. Mehr als 120 Interessierte waren mit von der Partie. Immer wieder wurde Hartung nach seinem Buch gefragt. Jetzt gibt er es im Eigenverlag – gedruckt in Bargteheide – noch einmal heraus.
„Um das Bargteheider Moor als CO2-Speicher zu nutzen, reicht es nicht, sich lediglich um den Ankauf der Flächen zu bemühen“, so Ruth Kastner, Fraktionsvorsitzende der Grünen, „es braucht vielmehr einen professionellen Umgang damit.“ Deswegen hatten die Grünen mit einem Antrag die Expertise der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein erbeten. Der Kontakt und rege Austausch mit der Stadtverwaltung ist mittlerweile hergestellt.
In einem Vortrag vor den Mitgliedern des Ausschusses „Umwelt, Klima, Energie“ (UKE) machte Walter Hemmerling, geschäftsführender Vorstand der Stiftung, im Juni darauf aufmerksam, wie effektiv die Bargteheider Flächen für den Klimaschutz sein könnten und empfahl, zunächst ein Gutachten zur Klimawirkung von der Universität Greifswald erstellen zu lassen. Einen entsprechenden Antrag werden die Grünen zur nächsten Sitzung des UKE am 26. August 2020 einbringen. „Als eine Grundlage für dieses Gutachten dürften dann auch die Daten und die Expertise von Ingo Hartung sehr gefragt sein“, so Kastner.
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