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Wer hat Angst vorm bösen Wolf?

GRÜNSCHNACK am 13.02.2019 im Grünen Bahnhof: Etwa 20 Gäste informierten sich und diskutierten über das Auftreten von frei lebenden Wölfen in Deutschland, auch in Schleswig-Holstein.

Einige waren als besonders Sachkundige / Betroffene persönlich eingeladen worden:

  • Hermann Meyer, Biologie-Lehrer a.D. zugleich Jäger und Leiter eines Hegerings
  • Hardy Marienfeld vom Arche Hof Bredland, Kr. Segeberg, Halter von ca. 50 Schafen
  • Tom Schultz-Helmcke vom Freundesreis frei lebender Wölfe

Weitere Teilnehmer*innen waren Begleiter*innen der Genannten, Jäger aus dem Kreis Stormarn und Nachbarkreisen, Grüne und sonstige Interessierte.

Es ist noch nicht ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gedrungen, dass bei uns nicht nur Vögel und Insekten vom Aussterben bedroht und daher zu schützen sind, sondern auch der Wolf. Wölfe werden vielfach unter dem Gesichtspunkt „Raubtier“ und „gefährlich“ betrachtet oder einfach gefühlsmäßig abgelehnt. Er wird gehasst/gefürchtet oder aber verniedlicht, romantisiert. Die Diskussion sollte versachlicht werden. Geschätzt leben ca. 750 Wölfe (zumindest zeitweilig) in Deutschland, davon 4 -7 in Schleswig-Holstein.

Die Angst vor Wölfen ist möglicherweise dort größer, wo es keine gibt und man nur aus der Presse oder über Social Media davon hört. Das Risiko für Menschen, von Wölfen angegriffen zu werden, ist gering. Gefährdet sind aber Nutztiere, vor allem Schafe, auch Hunde, Ponys. Nicht nur der Wolf, auch viele andere Tiere suchen Nahrung, wo Menschen wohnen.

Das Problem für Schafhalter: Entschädigungen erhält man nur nach viel Bürokratie und zu spät. Jäger und Schafhalter wünschen sich die Aufnahme der Wölfe in das Jagdrecht. Dann wären Wolfsrisse normal versichert. Wölfe könnten von Jägern geschossen werden, wenn sie sich stark vermehren, wenn ein angefahrenes Tier leidet, wenn ein Wolf in einen Schafspferch eingedrungen ist.

Angelika Schildmeier (Vorstandsmitglied)

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