Menü

Rückenwind für die Energiewende in Bargteheide

Diskutieren über die Energiewende in Bargteheide: Dr. Ingrid Nestle (li) und Anna Leidreiter. Fotos: Bina Engel/hfr  

Klimaschutz wird in Bargteheide groß geschrieben. Eigentlich. Wenn es allerdings darum geht, etwa im Gewerbegebiet eine Kleinwindanlage aufzustellen, eine Gastankstelle zu übernehmen oder städtische Gebäude mit einem Ökostrom-Tarif zu versorgen, der auch Neuanlagen mitfinanziert, dann scheitern solche Vorhaben regelmäßig. Wie auch das Klimaschutzkonzept der Stadt von 2012 das selbst gesteckte Ziel grandios verfehlt.

Da stellt sich vielen, allen voran der jungen Generation, die dringliche Frage, wie die Stadt ihren Beitrag erbringen will, um die im Pariser Klimaschutzabkommen 2015 völkerrechtlich verbindliche Reduktion von Treibhausgasen zur Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels zu erreichen. Den Klimawandel, der mit Hitze, Dürre, Stürmen und Starkregen bedrohliche Formen annimmt, den spüren inzwischen auch die Menschen vor Ort.

„100% Erneuerbare Energien auch in Bargteheide“ kann eine Antwort sein und darum geht es bei einer Diskussionsveranstaltung am Montag, 26. August, 19:30 Uhr, im Stadthaus (Am Markt 4).

Die Bargteheider Grünen haben zwei Expertinnen eingeladen: Dr. Ingrid Nestle, Bundestagsabgeordnete der Grünen und frühere Staatssekretärin bei Energiewendeminister Robert Habeck, und Anna Leidreiter, Direktorin Klima & Energie beim World Future Council.

Die beiden Fachfrauen werden informieren über Potenzial und Kosten von Windkraft und Photovoltaik, die Auswertung der Studien zum Infraschall, technologische Innovationen, Wasserstoff, Stromtrassen und Speicherkapazitäten. Und vor allem über konkrete Handlungsschritte in der Kommune.

„Neben Energieeinsparungen und dem Verzicht auf fossile Brennstoffe kommt dem Ausbau der Erneuerbaren Energien beim Klimaschutz eine Schlüsselrolle zu“, so Ruth Kastner, Fraktionsvorsitzende der Grünen in Bargteheide. „Wir allein können die Welt nicht retten, wohl aber Verantwortung übernehmen und auf Nachahmer setzen.“ So habe Greta Thunberg erst vor einem Jahr ganz allein mit ihrem Klimastreik begonnen und damit eine weltweite Bewegung in Gang gesetzt. Da bewahrheite sich wieder einmal das afrikanische Sprichwort: „Viele kleine Leute in vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, können die Welt verändern. Das sollte auch in Bargteheide möglich sein.“

zurück

Kommunalpolitik

GRUENE.DE News

<![CDATA[Neues]]>