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Zehn Gründe für den Erhalt der Villa Wacker

    1. Die Villa auf dem städtischen Grundstück An den Stücken 49 ist ein Beispiel Bargteheider Baukultur, eines der wenigen erhaltenen Zeugnisse aus der Bauepoche der 1930er Jahre.

    2. Das Gebäude ist von robuster Substanz, wertvolle Materialien wurden verbaut, handwerklich exzellent ausgeführt. Es liegt eine erste Bauzustandanalyse von Prof. Jens Zipelius vor, die das bescheinigt. Ein sachverständiges internes Gutachten der Verwaltung aus dem Jahr 2019 kommt zum gleichen Ergebnis. Das Haus ist frei von Schwamm und Hausbock (ein aktuelles Gutachten soll zur Sitzung am 30.06.2022 vorliegen)

    3. Eine Rundumsanierung würde nach übereinstimmenden Schätzungen im sechsstelligen Bereich liegen. Das ist sehr kostengünstig im Vergleich zu einem Neubau.

    4. Sanierung vor Neubau – so haben es Bargteheider Grüne, CDU und SPD in ihren „Leitideen nachhaltige Bauleitplanung“ (Nr. 4) aufgeschrieben. Die Stadt will dabei Vorbild sein und sollte jetzt entsprechend handeln.

    5. Bei einem Abriss der Villa würden wertvolle Rohstoffe vernichtet werden, dies angesichts eines akuten Rohstoffmangels. Vernichtet werden würde zudem all die „graue Energie“, die einmal für der Herstellung der Baustoffe nötig war. Die Baustoffe für einen Neubau wiederum müssten mit viel Energie produziert und transportiert werden. Das würde nochmals viel „graue Energie“ verschlingen = schlechte Klimabilanz. Dabei will Bargteheide bis 2035 klimaneutral sein.

    6. Die Villa hat sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen „Ort der Begegnung“ für gemeinnützige Einrichtungen entwickelt. Die Streetworker von „To Hus“ und der Verein „Bunte Vielfalt“ leisten vor Ort wertvolle Sozialarbeit. Es gibt nichts Vergleichbares in Bargteheide.

    7. Jetzt kommen noch engagierte Jugendliche von „Jugend für Jugend“ dazu. Junge Leute, die seit gefühlt ewigen Zeiten fehlende Treffpunkte beklagen und endlich Taten sehen und selbst Hand anlegen wollen.

    8. Die Villa und der Krähenwald sind im Maßnahmenkatalog zur Städtebauförderung als Erholungsraum und „Ort der Begegnung“ aufgeführt. Dies entspricht dem Wunsch vieler Bürgerinnen und Bürger und wäre als Projekt förderwürdig.

    9. Mit Prof. Jens Zipelius steht ein erfahrener Experte für Bauzustandsanalysen bereit. Er würde gemeinsam mit anderen Akteuren bei der Planung und Bewältigung der Sanierung helfen. Zipelius bringt einschlägige Erfahrungen mit. So hat er u.a. die Villa Mutzenbecher im Niendorfer Gehege und den S-Bahnhof HH-Rübenkamp saniert.
 
    10. Eine sachgerechte, auch energetische Sanierung der Villa Wacker kann als Vorzeige-Projekt dienen, an dem sich private Eigentümer von Altimmobilien orientieren und von dem sie viel lernen könnten.

 

Stand 27. Juni 2022, Foto: Jens Zipelius



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